DAB BNP Paribas - Die Nummer 1 der Vermögensverwalter

Verwahrentgelt

Einführung eines Verwahrentgelts für Geldeinlagen zum 01.01.2020
Seit 2014 sind wir als Bank der Belastung aus dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und den negativen Einlagesätzen bei der EZB ausgesetzt. Die DAB BNP Paribas ist eine Bank für unabhängige Finanzdienstleister und unser Geschäftsmodell ist damit die effiziente und kostengünstige Wertpapierabwicklung. Um unsere generelle Gebührenstruktur aufrecht zu erhalten, ist die Einführung eines Verwahrentgelts für Geldeinlagen für uns unumgänglich.
Das Wichtigste zum Verwahrentgelt in Kürze
  • Seit 01.01.2020 stellen wir für EUR-Einlagen ein Verwahrentgelt in Rechnung, sofern eine Einlagenquote von 15 % überschritten wird.
  • Für die Berechnung der Einlagenquote wird der Durchschnitt der EUR-Kontensalden des vorangegangenen Quartals berücksichtigt. Kurzfristig höhere Kontosalden (z.B. durch Verkäufe oder eingehende Zahlungen) können über den Berichtszeitraum ausgeglichen werden und führen daher nicht automatisch zu einer Belastung.
  • Ebenso wird es für die Währungen CHF, DKK, JPY und SEK ein Verwahrentgelt geben.
  • Die erste Belastung erfolgte im Juli 2020 für das erste und zweite Quartal 2020. Die Einlagenquote für die Berechnung des EUR-Verwahrentgelts für das erste und zweite Quartal 2020 wurde von 15% auf 20% angehoben. Das bedeutet, dass für Q1 und Q2 2020 nur bei einer Einlagenquote ab 20% pro Stammnummer 0,50% p.a. auf die EUR-Guthabensalden berechnet werden und nur auf den die Einlagenquote von 20% übersteigenden Betrag.
  • Für Geldeingänge, die Sie von einer anderen Bank zur DAB übertragen gibt es derzeit eine Sonderregelung: Für neue externe Geldeingänge wird das Verwahrentgelt für 3 Monate ab Buchungstag ausgesetzt. Zum Beispiel: Für einen externen Geldeingang am 15.01.2020 hat die Berechnung des Verwahrentgelts zum 15.04.2020 begonnen. Umbuchungen innerhalb der DAB werden nicht als "fresh money" gewertet. Diese Sonderregelung gilt bis auf weiteres. Änderungen behalten wir uns für die Zukunft vor.
FAQ
EUR-Konten:
  • Nur bei einer Einlagenquote ab 15 % pro Stammnummer berechnen wir 0,50 % p. a. auf die EUR-Guthabensalden und nur auf den die Einlagenquote von 15 % übersteigenden Betrag.
  • Bis 15 % Einlagenquote fällt kein Verwahrentgelt an.
  • Für die Berechnung der Einlagenquote werden alle EUR-Kontosalden zusammengefasst, die unter einer Stammnummer (= die ersten 7 Ziffern der Kontonummer) geführt werden. Dabei werden Währungskonten ausgenommen.
  • Die durchschnittlichen EUR-Guthabensalden werden zum Gesamtvermögen (ohne Währungskonten) ins Verhältnis gesetzt:
    Ø EUR Habenkontensalden / (Gesamtvermögen = Ø Depotwert + Ø EUR Habenkontensalden.
  • Der Vorteil bei dieser Berechnungsweise ist, dass sich kurzfristig höhere Kontosalden (z.B. durch Verkäufe oder eingehende Zahlungen) über den Berichtszeitraum wieder ausgleichen. Nach unseren Berechnungen sollten somit die meisten unserer Kunden nicht von den neuen Gebühren betroffen sein.
  • Beispiel 1: Kontosaldo 1.500,- EUR geteilt durch Gesamtvermögen 10.000,- EUR = 0,15 -> Einlagenquote 15 %. Es fällt kein Verwahrentgelt an.
  • Beispiel 2: Kontosaldo 2.000,- EUR geteilt durch Gesamtvermögen 10.000,- EUR = 0,2 -> Einlagenquote 20 % -> Verwahrentgelt auf 5 % Einlagenquote: 500,- EUR * 0,50 % p. a. = 2,50 EUR p. a.
  • Weitere Beispiele können Sie dieser Aufstellung entnehmen:
  • Die Abrechnung erfolgt quartalsweise, erstmals für Geldeinlagen ab 01.01.2020 mit dem Quartalsabschluss zum 31.03.2020.
  • Es fällt keine Mehrwertsteuer an.
Währungskonten:
  • CHF 0,75 % p. a.
  • DKK 0,60 % p. a.
  • JPY 0,10 % p. a.
  • SEK 0,25 % p. a.
  • Das Verwahrentgelt bei Währungskonten ist nicht von der Einlagenquote abhängig, sondern fällt für alle Tage im Berichtszeitraum an, an denen die Währung auf dem Konto verwahrt wurde.
  • Die Abrechnung erfolgt quartalsweise, erstmals für Geldeinlagen ab 01.01.2020 mit dem Quartalsabschluss zum 31.03.2020.
  • Es fällt keine Mehrwertsteuer an.
Der Abschnitt "I. Kontoführung" wurde um "Verwahrentgelte" erweitert:
C. Konten
I. Kontoführung/Verwahrentgelte
DAB Verrechnungskonto/EUR-Konten
Einlagenquote* ab 15% 0,50% p.a. auf den die Einlagenquote* von 15% übersteigenden Betrag
DAB Währungskonto
CHF 0,75 % p. a.
DKK 0,60 % p. a.
JPY 0,10 % p. a.
SEK 0,25 % p. a.
DAB Tagesgeldkonto/EUR-Konten
Einlagenquote* ab 15 % 0,50% p. a. auf den die Einlagenquote* von 15 % übersteigenden Betrag
Zinssatz (Standard) 0,00% p.a. (Zinssatz variabel)
Zinsgutschrift Vierteljährlich zum 31.03., 30.06., 30.09. und 31.12. auf das Tagesgeldkonto
DAB Festgeld/EUR-Konten
Einlagenquote* ab 15 % 0,50% p. a. auf den die Einlagenquote* von 15 % übersteigenden Betrag
Mindestanlagesumme EUR 5.000,00 oder Gegenwert in USD, CHF, GBP. Fällt das Laufzeitende nicht auf einen Bankarbeitstag, verlängert sich die Laufzeit bis zum nächsten Bankarbeitstag.
*Die Einlagenquote wird auf Basis der unter einer Konto-/Depot-Stammnummer geführten Konten und Wertpapierdepots ermittelt. D.h. es werden diejenigen Konten und Wertpapierdepots zusammengefasst, deren erste 7 Ziffern identisch sind. Die Einlagenquote berechnet sich aus dem Verhältnis der durchschnittlichen Kontosalden der in EUR geführten Konten zum Gesamtvermögen exkl. Währungskonten [ Ø EUR Kontensalden / (Gesamtvermögen = Ø Depotwert + Ø EUR Kontensalden)]. Beispiel: Kontosaldo 150,- EUR geteilt durch Gesamtvermögen 1.000,- EUR = 0,15 -> Einlagenquote 15 %. Die Einlagenquote wird quartalsweise ermittelt. Die Einlagenquote wird quartalsweise auf Basis des Mittels der Tagessalden ermittelt.
Im Zuge dieser PLV-Änderung werden auch die Gebühren für beleghafte Überweisungen und telegrafische Überweisungen angepasst:
D. Zahlungsverkehr
II. Überweisungen
Passage alt Passage neu
Höhe der Entgelte
– SEPA-Überweisungen in Euro
– per Internet kostenlos
– beleghaft (per Brief/Fax) EUR 2,00
Höhe der Entgelte
– SEPA-Überweisungen in Euro
– per Internet kostenlos
– beleghaft (per Brief/Fax) EUR 5,00
D. Zahlungsverkehr
III. Sonstige Überweisungen
Passage alt Passage neu
Telegrafische Überweisung EUR 5,00 Telegrafische Überweisung EUR 10,00
  • Der EZB-Rat hat am 12.09.2019 beschlossen, den Einlagenzins auf minus 0,5 % zu senken. Das bedeutet, dass der Bank für EUR-Einlagen Kosten entstehen.
  • Seit 2014 sind wir als Bank der Belastung aus dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und den negativen Einlagesätzen bei der EZB ausgesetzt.
  • Wie man der Presse entnehmen kann, denken viele Banken über die Einführung von Verwahrentgelten nach und einige haben dies bereits umgesetzt. Auch wir müssen nun handeln und haben uns intensiv Gedanken gemacht, wie wir das Problem für alle Seiten fair lösen können.
  • Die DAB BNP Paribas ist eine Bank für unabhängige Finanzdienstleister und unser Geschäftsmodell ist damit die effiziente und kostengünstige Wertpapierabwicklung. Zusätzlich profitieren unsere Kunden von Verrechnungskonten, Währungskonten, Zahlungsverkehr, Onlinebanking uvm.
  • Unser Geschäftsbereich emittiert keine eigenen Produkte und ebenso bieten wir keine Girokonten oder sonstige eigene Produkte an. Auch im Kreditbereich beschränkt sich unsere Produktpalette auf den so genannten Wertpapierkredit, den wir zu sehr günstigen Konditionen anbieten.
  • Wir können somit das stetig sinkende Zinsergebnis nicht durch anderes Geschäft kompensieren.
  • Wir haben uns daher entschieden, ein fair gestaltetes Verwahrentgelt für EUR-Geldeinlagen einzuführen, das sich nach der Einlagenquote richtet, also der Höhe der Geldbestände im Verhältnis zum Gesamtvermögen (ohne Währungskonten). Die für unsere Kundschaft typische Mischung aus Geld- und Wertpapiereinlagen wird vom Verwahrentgelt nicht betroffen sein.
  • Für Einlagen in den Währungen CHF, DKK, JPY und SEK wird es ebenso ein Verwahrentgelt geben, da auch bei diesen Währungen negative Referenzzinsen zugrunde liegen.